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Nachhaltige Ernährung

In der Woche vom 02.06. - 05.06.2021 fand für 28 Teilnehmende zwischen 16-25 Jahren ein digitales Workcamp zum Berufsfeld „Ernährung“ statt. Ziel der Woche war es Orientierung für die Berufswahl für grüne und nachhaltige Berufe im Bereich Ernährung, Gastronomie und Tourismus zu bekommen. Für die Tage wurden namenhafte Speaker*innen eingeladen, die den Teilnehmer*innen die Berufsfelder mit praktischen Beispielen nähergebracht haben. Konkret ging es für die Jugendlichen in Vorträgen, Gruppenarbeiten, Workshops und Begegnung darum, wie das eigene Leben und die Berufswahl nachhaltig ausgeübt werden kann.


Verschiedene Ernährungsmethoden

Die ersten beiden Tage ging es ganz um das umfangreiche Thema der nachhaltigen Ernährung. Als Einstieg der Woche gab es einen Workshop über die 17 Ziele der Nachhaltigkeit, in dem besonders auf das passende Nachhaltigkeitsziel „kein Hunger“ ging. Tiara Mengel (Ernährungswissenschaftlerin) erläuterte die Inhalte und Umsetzung von vegetarischer und veganer Ernährung und stellte sich anschließend den Fragen der Teilnehmenden. In Break Out Rooms wurden Themen wie “zero waste”, “foodsharing” und “gesunde Snacks” ausgearbeitet und gemeinsam von Tiara und der Workcampleitung kommentiert. Ein weiterer Gast zum Thema Ernährung war Lorenz Schellhammer, der als ehemaliger Hochleistungssportler über seine Erfahrung aus dem Sport verknüpft mit Ernährung berichtet und welche Auswirkungen die Ernährung auf seinen Körper uns Leistung hat(te).

Außerdem wurde gemeinsam mit der Gruppe ein Saisonkalender erstellt, der den Teilnehmenden einen Überblick über saisonales und regionales Einkaufen gegeben hat (Welches Gemüse wächst zu welcher Jahreszeit und kann somit wann regional und nachhaltig gekauft und verarbeitet werden?).

Ein weiteres Highlight der Tage war Speakerin Lara Schuhwerk von Beneto Foods, die, als alternative Ernährungsmethode den Benetarismus vorgestellt hat. Die entotarische Ernährung bedeutet die Ernährung auf Basis von Insekten, die als Fleischersatz funktioniert, dem Körper alle Nährstoffe gibt und gleichzeitig Klima und Umwelt schont. Die High-Protein Pasta von Beneto haben die Teilnehmenden vor der Projektwoche zugeschickt bekommen. Nach dem Vortrag von Lara Schuhwerk, wurde die Pasta gemeinsam vor laufenden Kameras gekocht. Trotz digitalem Workcamp war dieses gemeinsame Kochen sehr erfolgreich und eine gute Unterstützung für den Aufbau einer positiven Gruppendynamik.

Nach erfolgreichem Kochen in der ersten Runde, gab es eine zweite Kochsession, in der ein Körnerbrot inklusive veganem Brotaufstrich zubereitet wurde.


Berufe in Gastronomie und Tourismus und deren nachhaltige Umsetzung

Am dritten Tag gab es viele sehr spannende Vorträge aus dem Bereich Gastronomie und Tourismus. Leon Röser, Gründer und Geschäftsführer von „Schau auf´s Land“ hat von seinem Konzept des nachhaltigen Campings berichtet. Clemens Arnold, Gründer und Inhaber von 2bdifferent führt CO2 Berechnungen für Events durch und hat in seinem Vortrag den überraschenden Unterschied zwischen Präsenz- und Digital-Veranstaltungen aufgezeigt. Anhand eines schon durchgeführten Praxisbeispiels konnten die Teilnehmenden das Vorgetragene sehr praktisch nachvollziehen und einen Einblick in die komplexen Themen bekommen. Ein weiteres Beispiel aus der Praxis war das erste EMAS zertifizierte Hotel in Deutschland, welches von Johannes Späth, dem Inhaber und Geschäftsführer vorgestellt wurde. Die Gruppe erhielt eine Online Führung durch das Green Hotel und erfuhr viel über praktisch angewandte nachhaltige Hotelbewirtung. Außerdem gab es ein Live Interview mit Elisabetta Epping-Rossi, Gründerin und Geschäftsführerin von Àgata-Kaffee zum Thema Fairtrade Kaffee und Specialty Kaffee und wie sich Àgata für faire Arbeitsmethoden auf den Plantagen einsetzt. Zum krönenden Abschluss stellte Stefan Binz, Küchenmeister und Dozent an der Hotelfachschule in Heidelberg, die Berufe Koch und Systemgastronom, mit Blick auf die Zukunft dieser Berufe, vor.

Wandercoaching zur Berufsorientierung

Das Wandercoaching wurde diesmal nicht gemeinsam in der Natur durchgeführt, sondern in einem angepassten online Format. Die Teilnehmenden wurden von zwei professionellen Wandercoaches, teilweise in der Gesamtgruppe teilweise in Kleingruppen, angeleitet. Für die Coachingeinheiten, die normalerweise in der Natur stattfinden, sind die Teilnehmenden rausgegangen, haben währenddessen mit anderen Teilnehmenden telefoniert und sich so über ihre Berufswünsche und ihre individuellen Talente ausgetauscht. Trotz der digitalen Umsetzung war das Coaching für die Teilnehmenden eine gute Möglichkeit sich, unabhängig von alltäglichen Herausforderungen z.B. Erwartungen des sozialen Umfelds, mit ihrem Berufsweg auseinanderzusetzen.

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